Schlafstörungen

Wie wichtig der Schlaf für die Gesundheit ist, merken wir erst, wenn er uns fehlt. Leider ist er bei vielen Menschen gestört: sie brauchen sehr lange um einschlafen zu können oder wachen mehrmals in der Nacht auf und haben dann Mühe, wieder einzuschlafen. So klagen über 30 Prozent der Schweizerischen Bevölkerung über gelegentliche Schlafstörungen, 10 bis 20 Prozent sogar über chronische Probleme.

Folgen von Schlafmangel

Kurzzeitfolgen:

  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Gereiztheit
  • Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses
  • Konzentrationsprobleme

Langzeitfolgen:

  • Übergewicht
  • Vorzeitige Alterung
  • Chronische Müdigkeit
  • Infektanfälligkeit
  • Erhöhtes Herzerkrankungs-Risiko

Folgende Tipps könnten Ihnen helfen:

Das bekannte Schäfchen zählen kann tatsächlich hilfreich sein. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie sich etwas beruhigendes und monotones vorstellen ohne dass Sie sich zu sehr auf das Zählen und das Objekt konzentrieren.

Auch Lesen macht schläfrig, jedoch sollten Sie hier auf den spannenden Krimi verzichten. Schalten Sie auch Fernseher, Computer, Tablet-PC und Smartphone aus, denn deren bläuliches Licht senkt die Produktion des Hormons Melantonin. Störungen des Melantoninspiegels führen zu Schlafstörungen oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.

Intensiver Sport sollte nicht direkt vor dem Schlafengehen betrieben werden, denn er belebt den Kreislauf und hält somit wach. Erst nach ein paar Stunden führt er zu gutem Schlaf. Treiben Sie daher besser gemässigten Sport kurz vor dem Zu-Bett-Gehen.

Auch ein warmes Bad mit beruhigenden Badeölen kann die notwendige Entspannung bringen. Verzichten Sie jedoch auf Wechselduschen, auch diese beleben zu stark den Körper.

Alkohol lässt Sie zwar leichter einschlafen, sorgt jedoch während der Nacht dafür, dass Sie mehrmals aufwachen und nur kurz oder sogar gar nicht in den Tiefschlafphase fallen. Trinken Sie daher in den Stunden vor dem Schlafen lieber keine alkoholhaltigen Getränke - Eine Alternative ist das altbewährte Glas heisse Milch mit Honig.

Durch wiederholte Tätigkeiten wie das Lesen, Baden oder das Trinken der Milch können Sie den Körper auf Schlaf programmieren. Sie stellen sog. Einschlaf-Rituale dar, die dem Körper den Beginn der Nachtruhe signalisieren. Wichtig ist dabei, diese Rituale immer zu etwa der gleichen Zeit durchzuführen. Daher sind auch feste Schlafenszeiten empfehlenswert.

Was wenn der Schlaf immer noch nicht kommen will?

Erzwingen lässt sich der Schlaf leider nicht. Stehen Sie also lieber nochmals auf, wenn Sie der Alltag nicht loslässt. Um zur Ruhe zu kommen, sollten Sie sich eine kurze Auszeit vor dem Zu-Bett-Gehen gönnen. Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende und schreiben Sie am besten alle unfertigen Gedanken oder noch zu erledigenden Aufgaben auf. So können Sie abschalten und befreit ins Bett gehen.

Hilfe aus der Apotheke

Neben diesen Tipps gibt es auch noch die sanfte Hilfe aus der Natur: Baldrian. Diese altbewährte Pflanze weist eine beruhigende Wirkung auf kann für einen entspannten und sanften Schlaf sorgen.

Sollten Ihre Schlafstörungen über Wochen andauern, empfehlen wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen und die Ursache abklären zu lassen. Es gibt dafür spezielle Schlafkliniken, in denen das individuelle Schlafverhalten analysiert wird.